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„Online-Marketing“ ist heute ein weit gefasster Begriff. Nicht selten werden Suchmaschinenoptimierung, Werbung im Internet oder auch Social Media mit ihm in Verbindung gebracht. Die genaue Bedeutung bleibt jedoch häufig unklar. Durch die Medien wird man mit Nachrichten wie „Die Ausgaben für Online-Werbung steigen weiter“ oder „Rekordhoch für Online-Marketing Stellen“ konfrontiert, das auf eine immer höhere Relevanz des Themas schließen lässt.

Was sich nun wirklich hinter „Online-Marketing“ verbirgt und wie Sie es in Ihrem Unternehmen nutzen können, erfahren Sie in einer kurzen Einführung im Folgenden.

Was versteht man eigentlich unter „Online-Marketing“?

In der Betriebswirtschaft meint Online-Marketing die „Planung, Organisation, Durchführung und Kontrolle aller marktorientierten Aktivitäten, die sich mobiler und/oder stationärer Endgeräte mit Internetzugang zur Erreichung von Marketing-Zielen bedienen“ (Kreutzer, 2014).

Der Marketing-Mix, der Marketing-Strategien und Pläne in konkrete Aktionen umsetzt, beinhaltet die vier Komponenten Product (Produktpolitik), Price (Preispolitik), Place (Distributionspolitik) und Promotion (Kommunikationspolitik). In der Praxis liegen die Schwerpunkte des Online-Marketing im Einsatz von Instrumenten zur

Kommunikation wie zum Beispiel über eine eigene Unternehmens-Website oder auf verschiedenen Kanälen geschaltete Online-Werbung sowie auf die

Distribution zum Beispiel über E-Commerce.

 

Was sind konkrete Ziele des Online-Marketings?

Der Einsatz der Online-Marketing-Instrumente zielt in der Regel darauf ab…

Traffic auf eine Website zu lenken, um direkt Verkäufe (Produkte, Dienstleistungen, Content), Anfragen (von Kunden/Interessenten), Terminvereinbarungen oder Bewerbungen (Personal-Marketing) zu generieren oder

Bekanntheit zu schaffen z. B. für das Unternehmen oder dessen Angebote, Aktionen oder Veranstaltungen.

 

Was sind Instrumente des Online-Marketings?

Zu den bedeutendsten Instrumenten des Online-Marketing zählen momentan:

Unternehmens-Homepage und Landingpages. Die Firmen-Homepage oder Website (nicht Web-Seite!) bezeichnet den gesamten Internetauftritt eines Unternehmens, auf den bei allen On- und Offline-Aktivitäten des Unternehmens verwiesen wird. Sie liefert Informationen zu Produkten und Dienstleistungen, verweist auf einen Online-Shop oder das Abonnement eines Newsletters und hat einen eher informativen Charakter.
Landingpages sind dagegen einzelne Web-Seiten im Online-Marketing, deren Inhalte und Handlungsmöglichkeiten auf ein bestimmtes Marketing-Ziel ausgerichtet sind. Auf sie wird im Rahmen einer On- oder Offline-Kampagne verlinkt. Ziel der Landingpage ist es, die User über einen sogenannten „Call-to-Action“ (z.B. E-Mail, Post oder Video) zu einer bestimmten Aktion zu bewegen. Die Landingpage ist daher konversionsorientiert.

Suchmaschinenwerbung (SEA). Unter SEA (englisch für Search Engine Advertising) versteht man die Platzierung von Anzeigen auf den Ergebnisseiten von Suchmaschinen. Üblicherweise sind es Anzeigen in Textform, die Angebote bewerben, die wiederum zur spezifischen Suchanfrage des Nutzers passen. Der über SEA gewonnene Traffic bringt meist besonders gute Conversionraten. Größter Anbieter von Suchmaschinenwerbung auf dem deutschen Markt ist momentan Google mit seinem Angebot Google Adwords.

Suchmaschinenoptimierung (SEO). Als SEO (englisch für Search Engine Optimization) bezeichnet man alle Maßnahmen, die dazu geeignet sind, die Platzierung einer Webseite in den organischen Suchergebnissen von Suchmaschinen zu verbessern. SEO zeichnet sich zum einen durch einen hohen Wert an Suchmaschinentraffic aus, bedingt durch die Transaktionsnähe. Zum anderen ist es der einzige Marketingkanal, der noch lange weiter Traffic liefern kann, auch wenn nicht mehr in ihn investiert wird.

Banner-Werbung. Display Advertising oder auch Bannerwerbung ist ein Element der klassischen Onlinewerbung. Ihre Anzeigen enthalten in der Regel grafische Elemente, werbliche Text- und Bildinhalte oder Videos. Mal erscheinen sie für einen Moment auf der ganzen Website, mal folgen sie nur als sogenannte Mouse-Banner dem Cursor. Banner dienen als Link zu der Website des Werbenden und werden zur Absatzsteigerung, Erhöhung des Bekanntheitsgrades oder zu Branding-Zwecken eingesetzt.

Video-Werbung. Im Video-Marketing werden Kommunikations- und Werbeziele online wie offline mit den Mitteln des Bewegtbilds umgesetzt. Segmente des Video-Marketings sind zum Beispiel Videowerbung, Image- und Produktfilme, virale Videos oder Video-PR. Die Vorteile: Videos werden besser erinnert als Texte, erzielen hohe Aufmerksamkeit, werden in den Ergebnissen von Suchmaschinen besser gerankt und mit hoher Wahrscheinlichkeit angeklickt.

E-Mail-Marketing. Das Online-Pendant zum postalischen Versand von Werbemitteln (z. B. Newsletter) ist das E-Mail-Marketing. Da die E-Mail direkt an den Nutzer geschickt wird, spricht man vom Direktmarketing. Vom Empfänger muss jedoch eine explizite Erlaubnis zum Empfang von Werbe-E-Mails vorliegen (nach §7 UWG, i.d.R. „Double-OptIn“). E-Mail-Marketing unterstützt das Marketing in allen Phasen des Kunden-Lebenszyklus: Interessenten-Gewinnung, Verkauf, Kundenbindung bzw. Upsale und Kundenrückgewinnung.

Social Media Marketing. Dies umfasst Marketing-Kommunikation in den sozialen Netzwerken bzw. Online-Communities (z. B. Facebook, Google+, Twitter), auf Media Sharing Plattformen (z. B. Youtube) sowie Blogs und Foren. Durch Social Media Marketing lässt sich eine eigene Reichweite aufbauen, sodass das Unternehmen direkt mit seiner Zielgruppe und deren Kontakten (Viralität) kommunizieren kann. Die Plattformbetreiber (insbesondere Facebook) profitieren von einer großen Menge an Informationen über die Nutzer der Plattform wie zum Beispiel persönliche Eigenschaften sowie das Surfverhalten. Werbung kann dadurch zielgerichtet gesteuert werden.

Couponing. Online-Couponing ist die Online-Variante einer „Rabattmarke“. Dabei gewähren Unternehmen ihren Kunden gegen Vorlage eines Coupons einen Vorteil zum Beispiel in Form eines Rabatts. Die Gutscheine werden kostenlos verteilt (z. B. über E-Mail, SMS, Post, Zeitung, Prospektverteiler, beim Kauf auf dem Kassenbon oder auf speziellen Gutscheinportalen) und beim Bezahlen eingelöst. Insbesondere die Verbreitung von Smartphones in der Kombination mit Apps fördert die Möglichkeit, Gutscheine auszuliefern, indem Push-Auslieferungen (SMS, MMS oder App-Benachrichtigungen) oder Pull-Auslieferungen (Ortung des Mobiltelefons) erfolgen.

 

Und nun?
Mindestens genauso wichtig wie die Implementierung der Online-Marketing Maßnahmen über die oben genannten Instrumente sind die Web-Analyse und Erfolgsmessung. Web-Analyse-Tools wie die Traffic-Analyse geben Ihnen Aufschluss darüber, welcher Anteil des Besucherstroms über einzelne Maßnahmen auf die eigene Website gelangt ist und welche Aktionen dort durch die Nutzer ausgelöst wurden. Mit den Informationen über die Nutzeraktivitäten Ihrer Kunden lassen sich Ihre Online-Marketing-Maßnahmen noch besser planen und erzielen noch größere Erfolge. Aber dazu mehr in einem nächsten Kapitel…

 

Fazit: Online-Marketing ist mehr als reine Werbung und Suchmaschinenoptimierung! Hinter Online-Marketing verbirgt sich eine vielschichtige Strategie, die darauf abzielt, mit ihren verschiedenen Instrumenten eine ganzheitliche Anreizwirkung für ihre Kunden und potenzielle Kunden zu schaffen.

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Juli 11th, 2016

Posted In: Allgemein, Blogbeitrag, Facebook, Google, Marketing, Online Marketing, Social Media Marketing, Video Marketing

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