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Betrachten Sie einmal das heutige Beitragsbild und versuchen Sie, sich einen ersten Eindruck dieser Personen zu machen. Stellen Sie sich das Leben und die Eigenschaften dieser Personen vor und merken Sie sich Ihren Eindruck.

Wir möchten Ihnen heute erzählen, dass Sie und Ihre Leser- sowie Käuferloyalität mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit von verschiedenen psychologischen Prinzipien beeinflusst wird. Herausgestellt hat dies Neil Patel, der Co-Gründer von Crazy Egg und Hello Bar.

Stellen Sie sich vor: Sie bieten ein sehr gutes Produkt an und haben dieses mit gutem Content beworben. Trotzdem lesen nur sehr wenige Leute Ihre Inhalte? Das kann auf Dauer sehr frustrierend sein.

Wir erzählen Ihnen heute, woran dies liegen kann und wie Sie die Leser- und Käuferloyalität Ihrer Kunden positiv beeinflussen können.

Es wirkt logisch. Sie haben ein gutes Produkt, sprechen Ihre Zielgruppe mit gutem Content an. Ihre Kunden sind begeistert und klicken sich daraufhin durch Ihre Website oder statten Ihnen in Ihrem Unternehmen einen Besuch ab.

 

Doch Menschen sind nicht immer logisch.

Sie haben kognitive Vorurteile oder anders gesagt: Gründe, die sie dazu bringen, irrationale Entscheidungen zu treffen. Eine solche irrationale Entscheidung kann zur Folge haben, dass Ihr Beitrag nicht gelesen oder geteilt wird.

 

Die gute Nachricht: Viele dieser Vorurteile sind durchschaubar. Nutzen Sie sie, um Ihr Unternehmen dahingehend zu gestalten bzw. Ihre Beiträge darauf auszurichten.

 

 

Reiche und erfolgreiche Menschen sind intelligenter als durchschnittliche Personen.

Sind auch Sie dieser Meinung? Studien beweisen, dass diese Behauptung falsch ist. Und trotzdem werden Ihnen viele Menschen sagen, dass reiche und erfolgreiche Menschen ihrer Meinung nach ein kleines bisschen intelligenter sind, als andere.

Dieses Vorurteil wird als „Halo-Effekt“ bezeichnet:

Heiligenschein, systematischer Fehler der Personenbeurteilung, bei dem ein einziges dominantes Merkmal einer Person andere Merkmale in den Hintergrund rücken lässt. Von diesem Merkmal wird oftmals auf weitere Eigenschaften dieser Person geschlossen, ohne dass hierfür eine objektive Grundlage besteht.

Dieser Effekt wurde in den verschiedensten Studien getestet und tiefgehend erforscht. Weiterhin nennt man diesen Effekt Nimbus-Effekt oder Attraktivitäts-Stereotyp.

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Attraktivitäts-Stereotyp besagt, dass wir positive Attribute wie Vertrauenswürdigkeit, Erfolg, Stärke, Durchsetzungsvermögen, Ausgeglichenheit sowie Warmherzigkeit eher schönen Menschen zusprechen. Dies ist das Ergebnis ganz profaner sozial-kognitiver Prozesse. Es ist die positive Zuschreibung der Umwelt, die den offenbar schönen Menschen automatisch auch Kompetenz und Charisma attestiert. Dieser Prozess beginnt bei Säuglingen, die mehr Aufmerksamkeit erhalten, wenn sie schön sind.

 

Wie können Sie den Halo-Effekt, den Nimbus-Effekt oder den Attraktivitäts-Stereotyp für Ihr Unternehmen nutzen?

Heben Sie die besten Merkmale und Eigenschaften Ihrer Marke oder Ihres Unternehmens hervor und verstecken Sie unerwünschte Eigenschaften. Dies beinhaltet, so seltsam wie es klingt, auch Bilder von Mitarbeitern, Autoren von Beiträgen oder ähnlichen Personen, die auf Ihrer Website dargestellt werden.

Werden Sie in irgendwelchen Ratings erwähnt? Haben Sie jemals fünf Sterne für ein Produkt erhalten oder den Platz 1 erreicht? Erzählen Sie Ihren Kunden davon!

Sterne

 

 

Der IKEA-Effekt: Menschen mögen Produkte, die vormontiert sind.

Der Hintergrund dahinter ist folgender: Wir mögen es, kreativ zu sein. Wir fühlen uns produktiv, wenn wir Dinge fertig stellen können. Auch Sie haben mit Sicherheit schon Produkte bei IKEA gekauft? Macht es Ihnen auch so viel Spaß, diese vormontierten Möbel fertig zu stellen und anschließend sagen zu können, dass Sie diesen Schrank selbst zusammengebaut haben? Dann gehören Sie zu einer Mehrheit.

IKEA bietet uns die Möglichkeit, unser gekauftes Produkt selbst fertigzustellen, ohne daran zu verzweifeln und anschließend frustriert zu sein.

Übertragen Sie dieses Wissen auf Ihre Produkte! Verkaufen Sie Produkte, die beinahe fertig sind, aber doch nicht ganz. Bieten Sie Ihren Kunden die Möglichkeit, selbst anzupacken und leicht und schnell ein Erfolgsgefühl zu erlangen.

Der IKEA-Effekt lässt sich auch auf Unternehmen übertragen, die z.B. Social Media Dienstleistungen anbieten. Bieten Sie beispielsweise Arbeitsblätter an, die Ihren Kunden dabei helfen, ihre eigenen Unternehmensziele durch das Ausfüllen der Arbeitsblätter zu finden. Oder springen Sie auf den Erfolgszug der Online-Tutorials und erklären Sie Ihren Kunden in einem Video, wie diese bestimmte Probleme selbst lösen können. Seien Sie kreativ und schicken Sie Ihre Kunden auf den Weg, sich durch Ihren Anstoß in kleinen Dingen selbst zu helfen.

Wie Neil Patel so schön sagt: „One of the reasons is they will come back for more.”

 

Viele Menschen lassen sich von zu großer Auswahl sehr schnell überfordern oder überwältigen.

Das nächste psychologische Prinzip, welches wir euch vorstellen möchten, ist das Prinzip des paradox of choice. Dieses Prinzip ist leicht zu erklären. Bis zu einem bestimmten Punkt ist es positiv, viele Auswahlmöglichkeiten zu haben. Sobald dieser Punkt jedoch überschritten ist, handeln Ihre Kunden eher weniger und die vielen Auswahlmöglichkeiten verursachen Stress.

Ihre Kunden können sich weniger gut entscheiden und haben Angst, einen Fehler zu begehen. Es ist sehr viel leichter, sich aus drei Möglichkeiten für eine zu entscheiden, als aus zehn verschiedenen Möglichkeiten.

 

paradox of choice

 

Wagen wir den nächsten Schritt und übertragen wir diesen Effekt auf Ihr Unternehmen. Zu viele Auswahlmöglichkeiten können in den folgenden Kontexten Stress bei Ihren Kunden verursachen.

 

  • Zu viele Punkte in Ihrer Sidebar. Stellen Sie sich beispielsweise einen Food Blog mit 20 verschiedenen Arten von Gerichten vor. Italienisch, mexikanisch, griechisch, Nudeln, Saucen, japanisch, scharf, süß-sauer… Viele von uns würden eine Auswahl an ausgewählten, aber guten Speisen bevorzugen. Dies erleichtert einiges.
  • Zu viele interne Links und Links zu weiteren interessanten Beiträgen. Ihre Leser lesen Ihren Beitrag und wenn Sie sich für weitere Informationen zu dem Thema interessieren, reicht Ihnen die Auswahl an zwei bis drei Links zu weiterführenden Beiträgen. Überfordern Sie Ihre Leser nicht, aber geben Sie ausreichend Möglichkeiten, von Ihrem Beitrag auf weitere Beiträge zu gelangen.

 

Erleichtern Sie Ihren Kunden die Entscheidung für ein bestimmtes Produkt oder eine bestimmte Handlung und bieten Sie wenige, aber sehr gute Auswahlmöglichkeiten an.

Doch woher wissen Sie, wie viele Optionen Sie bieten sollten? Testen Sie es und passen Sie die Anzahl an die Bedürfnisse Ihrer Kunden an.

Wenn Sie sich für weitere psychologische Prinzipien interessieren, die die Loyalität Ihrer Kunden beeinflussen, warten Sie auf unseren nächsten Beitrag zu diesem Thema. Sie werden staunen, durch was auch Sie sich oftmals in Ihren Entscheidungen beeinflussen lassen.

 

P.S.

Wie Sie gesehen haben, ging es heute nicht um das Thema Suchmaschinenoptimierung. Wir haben uns dafür entschieden, dieses Thema nicht noch einmal tiefergehend zu beleuchten. Wenn Sie gerne mehr Informationen hätten oder Hilfe bei der Optimierung Ihrer Website benötigen, kommen Sie sehr gerne auf uns zu.

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Oktober 21st, 2015

Posted In: Online Marketing, Social Media Marketing

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