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Erinnern Sie sich noch an den letzten Sommer? Als uns in Facebook unzählige Videos begegneten, in denen sich Leute einen Eimer Eiswasser über den Kopf geschüttet haben?

 

Sicher, denn es ging um die ganze Welt. Ich spreche von der ALS Ice Bucket Challenge, eine der größten Spendenkampagnen via Facebook, die bisher ins Leben gerufen wurde – und das mit riesen Erfolg. Auch in Deutschland. Doch wie diese Challenge entstanden ist, wissen die wenigsten.

Angefangen hat alles in Boston mit dem ehemaligen Baseball-Star Pete Frates, der selbst an der Nervenkrankheit ALS erkrankte und heute fast vollständig gelähmt ist. Im Juli 2014 startete Frates den Aufruf via Facebook zum Spendenmarathon für die ALS Association und forderte seine Freunde heraus, ein Video zu drehen, in dem sie sich einen Eimer mit Eiswasser über den Kopf kippen sollten. Wer die Herausforderung nicht annahm, musste an die ALS Association spenden. Videos und Spenden gingen um die Welt. Durch die Teilnahme vieler Prominenter und massenartiger Likes und Shares wurde die Aktion weltweit bekannt. Bereits zwei Wochen nach dem Start der Challenge wurden über 4 Millionen Dollar an die ALS Association gespendet. Wahnsinn, was ein solcher Aufruf bewirken kann!

Angefangen in Boston unter Freunden, Bekannten und der Baseball-Mannschaft, bis hin zu Unbekannten, verteilt auf der ganzen Welt, die alle dasselbe Ziel hatten: Helfen und ihren Teil beitragen.

 

Die Ice Bucket Challenge hat uns eines gezeigt: Videos in Social Media können ein mächtiges Mittel sein, um Nachrichten viral zu verbreiten und Menschen zu bewegen.

Die Vorreiterposition rund um das Thema Video hatte lange Zeit das Video-Portal YouTube inne. Irgendwo danach kamen dann Plattformen wie MyVideo und Clipfish. Diese Rangordnung in der Video-Welt befindet sich gerade in Umbruchstimmung, denn Facebook hat angefangen ordentlich mitzumischen.

Genau das haben wir 2014 dann auch deutlich gespürt. Facebook schickte viele Video-Features in die Testphase, die teilweise auch schon in Deutschland verfügbar sind.

 

  1. Directupload bei Facebook

Bereits seit Anfang 2014 können Sie Ihre Videos direkt in Facebook hochladen, ohne auf andere Videoplattformen zurückgreifen zu müssen. Der ursprüngliche Standardprozess – ein Video zu drehen, es auf YouTube zu veröffentlichen und dann via Facebook zu teilen – wurde mit diesem Feature teilweise abgelöst und somit der erste Prozess eingeleitet, YouTube auszuschließen.

Nach eigenen Worten von Facebook wird das Thema Video definitiv weiter ausgebaut, um Facebook selbst als Videoportal zu etablieren. Bereits seit letztem Jahr werden Links von YouTube-Videos unauffälliger im Newsfeed dargestellt. Die Directupload-Videos dagegen stark hervorgehoben und deren automatisches Abspielen ermöglicht, ohne, dass der Facebook User es anklickt. Sie als Unternehmer werden somit gelenkt, Ihre Videos auch auf Facebook zu teilen und nicht nur in Ihren YouTube Channel zu pflegen.

Im September 2014 äußerte sich Facebooks Product Management Director in Video zu dem Feature wie folgt:

„Video uploaded directly to Facebook is an increasingly important part of News Feed, and more people than ever before are sharing, discovering, and engaging with videos that they care about.”

Für diese Videos gab es bislang vor allem für Unternehmen Statistiken, die für die eigenen Videos angefordert werden konnten. Dies wird sich jedoch ändern, denn Facebook arbeitet momentan daran, dass alle Facebook User die Anzahl der „Views“ sehen können. Wenn Sie noch mehr zum Thema Statistik-Tools auf Facebook erfahren möchten, lesen Sie einfach hier weiter.

  1. Öffentliche Darstellung der Anzahl der Video-Aufrufe

Tipps für Ihr Video Marketing

Facebook glaubt, dass das Sichtbarmachen der Views es für die User einfacher macht, beliebte und neue Videos zu entdecken und diese zu teilen. Gleichzeitig erhalten Sie als Unternehmer direkt Informationen zur Performance ihrer Videos aus Ihren Zielgruppen.

Darüber hinaus wird von Facebook nach dem Ansehen des Videos eine Reihe relevanter Videos, sogenannte „Related Videos“ zusammengestellt, die sich der User im Anschluss ebenfalls ansehen kann. Kriterien für die Auswahl sind: Die Sehzeit und ob das Video geliked, kommentiert oder geteilt wurde.

Das Zusammenstellen relevanter Videos ermöglicht Ihnen als Unternehmer, den Zuschauer Ihres Videos gezielt durch eine ganze Reihe von Ihren Videos zu führen und ihn so an Ihr Unternehmen zu binden. Selbstverständlich kommt es auch immer auf den guten Content Ihrer Videos an.

Tipps für Ihr Video Marketing

  1. In den Neuigkeiten werden Videos noch sichtbarer

Nun zu einer Funktion, die ebenfalls 2014 eingeführt wurde und bereits den Status „Standardfeature“ erreicht hat. Das Autoplay-Feature. Dieses Feature ermöglicht es, DirectuploadVideos im Newsfeed der Facebook User automatisch abspielen zu lassen, wenn er in seinem Newsfeed darüber scrollt.

Die Herausforderung: Die ersten drei Sekunden Ihres Videos müssen den Facebook User überzeugen, das Durchscrollen ihres Newsfeeds zu stoppen und Ihr Video zu Ende zu schauen. Sprich, Sie brauchen eine Eye Catcher, der den User anspricht.

Mit Hilfe des Autoplay-Features ist demnach die Zahl der Videoaufrufe im Zeitraum von Mai bis Juli 2014 um mehr als 50 % gestiegen. Nach den aktuellsten Zahlen von Facebook (Q4 2014) werden mittlerweile weltweit ca. 3 Milliarden Videos jeden Tag auf Facebook angeschaut, 70 % davon auf Smartphones oder anderen tragbaren Geräten – und Facebook hat das Video gerade mal vor einem guten Jahr eingeführt.

76 Prozent Americans

Durch das Autoplay-Feature hat Facebook festgestellt, dass Videos öfter angeschaut, kommentiert, geliked oder auch geteilt werden. Durchschnittlich ist die Interaktionsrate bei Autoplay-Videos um 10% höher. Also ein klarer Vorteil der Directupload-Videos gegenüber der verlinkten YouTube Videos.

 

  1. Call-to-actions am Ende der Videos

Was YouTube kann, kann Facebook auch. Am Ende jedes Videos haben Sie die Möglichkeit, Ihren Kunden „neuen Stoff“ zu zeigen. Wenn Ihr Video beispielsweise von einem neuen Produkt handelt, können sie dem Betrachter mit dem Call-to-action ‚shop now‘ zeigen, wo er das Produkt erwerben kann.

Watch More, Shop now, Book now, Learn more, Sign up und Download sind die Call-to-actions, die ausgewählt werden können und am Ende des Videos als Buttons angezeigt werden.

 

Unserer Meinung nach bieten Videos, insbesondere im Bereich der mobilen Geräte immer mehr Chancen für Sie als Unternehmer. In Videos vereinen Sie visuelle, auditive und bewegliche Elemente und erzeugen so im Idealfall eine ansprechende und inspirierende Erfahrung, die aufgrund einer emotionalen Komponente bei dem Betrachter in Erinnerung bleibt. Mit den richtigen Emotionen können Sie wichtige Kennzahlen wie Markenbewusstsein und Kauferwägung der Betrachter beeinflussen.

Nicht zufällig führte der Aufruf zur ALS Ice Bucket Challenge des erkrankten Pete Frates zu enormen Spendenbeträgen – basierend auf einer Reihe von Videos, die nach Frates‘ Aufruf von Freunden und Bekannten für seine Sache gedreht wurden. Mit dem richtigen Aufmacher, gutem Content und einer emotionalen Komponente, gelingt es Ihnen mit Videos auf Facebook erfolgreich zu sein und Kunden zu binden.

 

Dies bestätigt auch die Neurowissenschaft. Das menschliche Gehirn merkt sich Dinge, indem es eine Emotion daran knüpft. Befriedigt diese Emotion die menschlichen Bedürfnisse, wird es als positiv wahrgenommen. Wenn man mit etwas gute Erfahrungen gemacht hat, greift man gerne darauf zurück und nutzt „altbewährtes“, da eine gewisse Vertrauensbasis vorhanden ist. Dieses Prinzip des Neuromarketings lässt sich natürlich nicht nur auf Ihren Content anwenden, sondern vielmehr noch auf Ihre Marke, Ihr Unternehmen. Emotion bindet Konsumenten. OnPage.org hat über neuronale Bindungen zu Marken einen sehr spannenden Artikel verfasst, den Sie hier finden.

Doch nicht nur die emotionale Komponente spielt bei der Kundenbindung eine wichtige Rolle, sie müssen auch wissen wie Sie Ihre Kunden erreichen, um sie dann emotional bespielen zu können. Das Nutzerverhalten der Facebook User geht immer stärker mit dem Trend der mobilen Medien. Egal, ob in Bus, Bahn oder in unserer Freizeit: Unser mobiler Begleiter ist stets dabei und bietet Ihnen als Unternehmer mehr Werbemöglichkeiten.

 

Bedeutung von Smartphones

Im März 2014 veröffentlichte Altimeter im Auftrag von Facebook “Why Mobile is Essential for Brand Marketing”. Darin heißt es:

„Mobilgeräte entsprechen heute den Massenmedien. Dieser Trend bietet Marketern nie dagewesene Möglichkeiten, sich auf besonders persönliche Weise mit Personen zu verbinden, und zwar auf Geräten, die diese fast rund um die Uhr bei sich haben.“

Laut dem Report checkt der durchschnittliche Facebook User sein Smartphone bis zu 150-mal am Tag. Auf Smartphones werden täglich 70% aller hochgeladenen Videos bei Facebook angeschaut.

Auch auf der diesjährigen AllFacebook Konferenz in München drehte sich alles um das Thema Video als Werbestrategie. Unser Team durfte den verschiedenen Beiträgen der Konferenz lauschen und unsere Kompetenz im Thema Video-Marketing auf Facebook erweitern, um letzten Endes Sie als Kunden zu unterstützen.

 

Video vs. Fernsehwerbung

Früher war es sehr teuer, visuell zu werben. Auch heute ist Fernsehwerbung für kleinere und mittlere Unternehmen außerhalb ihres Budgets. Aber brauchen Sie heute überhaupt noch Fernsehwerbung, um Ihre Zielgruppen visuell zu erreichen?

Nein. Denn durch Social Media ist es möglich geworden, Dinge bekannt zu machen. Mit Hilfe der Optimierungen, die Facebook für Directupload-Videos getroffen hat, können Sie heute ganz gezielt in Ihren Zielgruppen werben und direkt die Performance Ihres Werbevideos begutachten. Und das Beste: Video-Marketing auf Facebook ist für jedes Unternehmen bezahlbar und kostet nur einen Bruchteil dessen, was Sie für Fernsehwerbung ausgeben müssten.

 

Im Gegensatz zu Fernsehwerbung können Sie via Facebook genau erkennen

  1. wie viele Menschen Ihr Werbevideo gesehen haben
  2. wie es bei den Betrachtern ankommt, also ob es fleißig geliked und geteilt wird
  3. wie schnell sich Ihr Video viral verbreitet, basierend auf Reichweiten.

Für große Marken wird Fernsehwerbung natürlich immer Bestandteil des Marketings bleiben, jedoch ist Social Media für Sie die Möglichkeit, vielleicht erstmals selbst einen Spot zu drehen und diesen dann über Ihre eigene Reichweite direkt in Ihren Zielgruppen und bei Ihren Kunden zu verbreiten.

Schauen Sie sich an wie es folgenden Unternehmen gelingt, durch Videos Markenbewusstsein zu stärken: Women’s Health, NIKE, Mercedes, Audi, Jack & Jones.

Finden Sie Themen, die das Herz Ihrer Kunden höher schlagen lassen und die Ihre Kunden mit emotionalen Grundbedürfnissen bedient, um eine neuronale Verbindung zwischen Unternehmen und Kunde herzustellen.

Um eine emotionale Komponente zu schaffen, ist es das Wichtigste, seine Zielgruppe und deren Erwartungen und Vorstellungen zu erfüllen und bestenfalls zu übertreffen.

Viele Brand Unternehmen haben das Potenzial von Videos in Social Media bereits für sich entdeckt. Versuchen Sie es auch. 🙂

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April 27th, 2015

Posted In: Video Marketing

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